Infos für Integrationshelfer:innen

GEFLÜCHTETEN EINE PERSPEKTIVE BIETEN

NEUSTART IM SHK-HANDWERK

Die Betreuung geflüchteter Menschen stellt Sozialarbeiter:innen, soziale Einrichtungen und ehrenamtliche Helfer:innen vor zahlreiche Herausforderungen – besonders, was die berufliche Beratung angeht. Wir möchten Sie bei Ihrer wichtigen Arbeit unterstützen und Sie über die vielfältigen, beruflichen Perspektiven im SHK-Handwerk aufklären.

GROSSE NACHFRAGE, GROSSE CHANCE

So viel steht fest: Der SHK-Bereich steckt voller spannender Handwerksberufe, die stets tatkräftigen Nachwuchs suchen! Auch Geflüchtete sind herzlich aufgerufen, sich zu bewerben und haben unter bestimmten Voraussetzungen sehr gute Chancen auf eine Ausbildung oder ein Praktikum.

Eine Ausbildung im SHK-Bereich stellt dabei erst den Anfang auf der Karriereleiter dar: Nach dem erfolgreichen Abschluss ist man Geselle oder Gesellin. Danach kann man sich zum Meister oder zur Meisterin weiterbilden lassen. Erfolgreiche Azubis werden von den meisten Betrieben auch sehr gerne übernommen und starten dadurch im gewohnten Umfeld in ein erfolgreiches Berufsleben.

SCHON GEWUSST?

Statt gute oder sehr gute Noten, ist es Ausbildungsbetrieben meist wichtiger, dass die zwischenmenschliche Chemie stimmt. Im Fokus stehen deshalb charakterliche Eigenschaften – auch im Vorstellungsgespräch. Eine gute Möglichkeit, sich für eine Ausbildung zu qualifizieren kann ebenso ein Praktikum sein. Einsatz und eine positive Ausstrahlung sind hier alles!

RECHTLICHE GRUNDBEDINGUNGEN

Als Geflüchtete oder Geflüchteter für eine Ausbildung in Deutschland zugelassen zu werden, hängt von bestimmten Faktoren ab. Wichtig ist, zunächst abzuklären, ob die Person überhaupt Zugang zum Arbeitsmarkt, also eine Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit, hat. Abhängig ist dies vor allem vom aufenthaltsrechtlichen Status und von der Dauer des bisherigen Aufenthalts in Deutschland.

Nähere Informationen zu den Ausbildungsvorrausetzungen für Geflüchtete erhalten Sie bei Ihrer regionalen Ausländerbehörde, Ihrer jeweiligen Handwerkskammer oder unter www.kofa.de.

DIE DEUTSCHE SPRACHE IM SHK-HANDWERK

Sich problemlos verständigen zu können, ist für eine Ausbildung im SHK-Handwerk sehr wichtig. Schließlich ist Kommunikation alles auf der Baustelle oder beim Kunden! Und so spielt es auch für Betriebe eine große Rolle, dass Bewerber:innen die deutsche Sprache zu weiten Teilen beherrschen und sich verständlich ausdrücken können. Wer sich bewerben möchte, sollte deshalb mindestens das Sprachniveau A2/B1 erreicht haben.

Doch nicht jede geflüchtete Person hat Zugang zu Sprach- und Integrationskursen – schließlich hängt dies vom jeweiligen Asyl-Status ab (anerkannt, geduldet oder im Asylbewerbungsverfahren).

Einige Städte und Handwerkskammern bieten deshalb spezielle kostenfreie Sprach- und Integrationskurse an. Informieren Sie sich am besten bei örtlichen Beratungsstellen oder auf den Seiten der jeweiligen Handwerkskammern nach diesen Angeboten.

Für nähere Informationen zum Thema Spracherwerb empfehlen wir diese Webseite:

https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/aktiv-werden/sprache/

ORIENTIERUNG UND ZUKUNFTSCHANCEN BIETEN

Ob Anlagenmechaniker:in SHK, Klempner:in, Behälter- und Apparatebauer:in oder Ofen- und Luftheizungsbauer:in – SHK-Betriebe sind stets auf der Suche nach motivierten Auszubildende und Praktikant:innen, denn das Handwerk heißt alle willkommen! Für die Ausbildungsplätze reicht ein anerkannter Schulabschluss wie der Hauptschulabschluss, Mittlere Reife oder Abitur. Kurzum: Geflüchtete können im SHK-Handwerk einen zukunftssicheren und krisensicheren Beruf erlernen, der mit viel Abwechslung und Spaß punktet. Als allerersten Schritt empfehlen wir ein Praktikum, um in den jeweiligen Job hineinzuschnuppern.

KARRIERECHANCEN IM SHK-HANDWERK

• Nach der Ausbildung kann man direkt in ein Studium wechseln, wenn mal als Geselle oder Gesellin eine allgemeine oder Fachhochschulreife besitzt.

• Mit einer erfolgreichen Ausbildung erhält man den mittleren Schulabschluss, sofern man diesen nicht schon vorher hatte.

Damit haben Geflüchtete die Chance, eine Hochschulreife nachzuholen.

• In der Regel folgt nach der Ausbildung die tägliche Berufserfahrung. Fühlt der Geselle oder die Gesellin sich erfahren genug, kann er oder sie die Meisterprüfung ablegen und sich so für Führungsaufgaben qualifizieren – oder gar für einen eigenen Betrieb!

• Übrigens: Inzwischen gibt es an manchen Fachhochschulen auch Studienplätze für Meister:innen – ganz ohne Abitur!

MEHRFACH SICHER: DIE ZUKUNFT DES SHK-HANDWERKS

Wer schon mal längere Zeit auf einen Termin mit Handwerker:innen gewartet hat, weiß, wie gefragt das SHK-Handwerk ist. Doch die SHK-Berufe haben noch viel mehr als eine sichere Anstellung nach der Ausbildung zu bieten.

Das SHK-Handwerk ist…

Krisensicher

Anders als viele Dienstleistungsbetriebe wie Friseure, Reisebüros oder Restaurants mussten die Handwerksbetriebe der SHK-Branche nicht schließen. Sie konnten in dieser Zeit weiter ihren Aufträgen bei Kunden nachgehen. Eine Zwangspause war ebenfalls nicht nötig. Warum? Das liegt daran, dass das SHK-Handwerk als Bestandteil der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ eingestuft wurde und somit als systemrelevant gilt.

Auftragssicher

Wie oben schon erwähnt, besteht eine große Nachfrage nach den Leistungen des SHK-Handwerks. Viele Betriebe sind beinahe jedes Jahr auf der Suche nach jungen, motivierten Menschen, die Lust haben, in den Job einzusteigen und die vielen spannenden Aufträge mit ihnen abzuwickeln.

Zukunftssicher

Es ist schwer vorstellbar, dass SHK-Handwerker:innen irgendwann von Technologien oder Maschinen ersetzt werden. Schließlich sind jeden Tag ein scharfer Verstand, viel Kreativität, Geschick und ein freundlicher Umgang mit Kund:innen gefragt. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit wird das SHK-Handwerk nur an Bedeutung gewinnen: Denn als Fachleute für Energieeffizienz tragen viele SHK-Handwerker:innen schon jetzt zur Senkung des CO2-Ausstoßes und damit zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralität bei. Außerdem wird die Nutzung von umweltschonenden Ressourcen und Materialen gefördert und vorangetrieben.

So viel steht fest: Deutschlands Zukunft ist handgemacht!

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